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PRESSE - NEWS

Beteiligungsreport SPEZIAL Zweitmarktwissen - 15.10.2008

Basismärkte für Schiffe und Immobilien - Die Gewinner der Finanzkrise

Laut eines Sondernewsletters der HTB Fondspartner GmbH sind Schiffe und Immobilien die Gewinner der Finanzkrise. Aufgrund der aktuellen Situation auf den Weltfinanzmärkten gebe es immer mehr verunsicherte Anleger. Die täglichen Meldungen in den Medien würden nicht differenziert betrachtet, sondern auf den gesamten Markt für Kapitalanlagen übertragen. Aber derzeit schätzten Anleger vor allem Investitionen in Sachwerte – Sachwerte mit nachhaltigen Erträgen. Und gerade hier böten sich Schiffe und Immobilien an, gerade auch im Zweitmarkt.

Bei den Schiffsbeteiligungen gebe es eine Reihe von Argumenten, die dafür sprechen würden, in diesem Segment zu investieren. So würde die Schifffahrt insgesamt vom Weltwirtschafts-wachstum und der zunehmenden Globalisierung profitieren. Über 90 Prozent aller Güter im Welthandel würden über den Seeweg transportiert. Deshalb zeichne die Schifffahrt exzellente Ertragschancen aus. Für die nächsten Jahre seien „beachtliche Steigerungsraten“ zu erwarten. Dies bestätigten auch die Wachstumsprognosen, die mit etwa 4,9 Prozent in 2007 leicht zurückgegangen seien, sich aber in etwa auf diesem Niveau stabilisieren würden. Die internationale Finanzkrise bremse zwar die Konjunktur in vielen Ländern, aber sie bliebe höher als vor der Krise.

Die Entwicklung des Welthandels werde weiterhin maßgeblich bestimmt durch die aufstrebenden Schwellenländer, die sich zunehmend zu bedeutenden Wirtschaftsnationen entwickelten. Das Wirtschaftswachstum habe hier im vergangenen Jahr mit 7,9 Prozent höher gelegen als in 2006. Für die kommenden Jahre erwarte der Internationale Währungsfonds (IWF) in den Schwellenländern ein nach wie vor hohes, wenngleich auch verlangsamtes Wachstum. Überproportional habe in den vergangenen Jahren die Containerschifffahrt Vorteile vom Weltwirtschaftswachstum gehabt.

Zu rund 45 Prozent werde die internationale Handelsflotte von deutschen Investoren finanziert. Und hier spielten geschlossene Fonds nochmals eine bedeutende Rolle als Finanzierungs-instrument. 20 bis 30 Prozent des Finanzierungsvolumens würden auf diesem Wege bereitgestellt. Seit 1992 hätten sich deutsche Anleger mit über 30 Milliarden Euro Eigenkapital am Bau und Kauf von Schiffen im Wert von 76 Milliarden Euro beteiligt. In diesem Jahr sollten nochmals etwa drei Milliarden Euro mit geschlossenen Schiffsfonds dazukommen.

Ähnlich sei die Situation auf dem Immobilienmarkt, so der HTB -Newsletter. Denn Deutschland sei der Top-Immobilienstandort in Europa, so die internationale Unternehmensberatungsgesellschaft Ernst & Young. Mit rund 55 Milliarden Euro erreichten die Investitionen in deutsche Gewerbeimmobilien 2007 ein neues Rekordniveau. Trotz leichter konjunktureller Abkühlung und trotz Finanzkrise erweise sich der deutsche Immobilienmarkt als stabil.

Auch die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt wirke sich erfreulich aus. Denn die Nachfrage nach Büroflächen steige an, der Mehrbedarf habe 2007 bei rund 1,4 Millionen Quadratmetern gelegen. Demgegenüber seien die Leerstände rückläufig. Zudem entwickelten sich die Büromieten stetig ansteigend und der Büro-Spitzenmietpreisindex habe 2007 den höchsten Stand seit 2003 erreicht. Für 2008 werde eine anhaltende Tendenz erwartet.

Die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen sei ebenfalls hoch. Im ersten Halbjahr 2008 sei Deutschland der attraktivste Investmentmarkt für Fachmarktzentren und Fachmärkte in Kontinentaleuropa gewesen. Hier seien 26 Prozent des europäischen Transaktionsvolumens abgewickelt worden – gefolgt von Schweden mit 15 und Frankreich mit zwölf Prozent.

Einer Studie vom Urban Land Institute und PricewaterhouseCoopers zufolge bleibe der deutsche Immobilienmarkt angesichts sinkender Arbeitslosenzahlen, steigenden Exporten und guten wirtschaftlichen Fundamentaldaten weiterhin im Aufwind – ungeachtet der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten.

Die insgesamt positive Entwicklung bestätigen auch weitere Emissionshäuser, die nicht nur sagen, die Finanzkrise hätte geschlossenen Immobilienfonds nicht geschadet, sondern diese profitierten sogar noch davon. Am Zweitmarkt hätten die Turbulenzen für steigende Kurse gesorgt – im ersten Halbjahr 2008 von bis zu 17 Prozent. Die hohe Volatilität an den Aktienmärkten und die zunehmende Inflation hätten geschlossenen Immobilienfonds als Anlageklasse den Rücken gestärkt, so RIZ Real Invest in einer Pressemitteilung. „Die Krise der Immobilienwirtschaft ist eigentlich eine Krise der Spekulanten“, so Wolf-Dieter Ruch, Geschäftsführer der RIZ.

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